Sternenkinderfeld

Heute hat uns Frau Mischtal eine Spende der CDU Rommerskirchen übergeben. Dieses Geld wird unserem Projekt „ Sternenkinderfeld“ in Rommerskirchen zu Gute kommen. Wir freuen uns sehr über diese Spende und die damit verbundene Wertschätzung unserer Arbeit. Unser Team sagt herzlich Dankeschön!

Top West Fest Dormagen

Wie schon im vergangenen Jahr werden wir vom Verein Stille Geburten e.V. auf Top West Fest in Dormagen vertreten sein. Das Fest findet am 13.10.2019 von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr statt. 

Dort zeigen wir, was es mit unseren Erinnerungstaschen auf sich hat, geben Antwort auf die Frage wo man Bekleidung für die Kleinsten Sternchen herbekommt und wir stehen für Gespräche, Fragen und Begegnung zur Verfügung

Wir freuen uns sehr über interessierte Besucher!

Polizeifest

Irgendwann im März stand ich auf dem Laufband im Sportstudio. Da klingelte das Telefon und Frau To Baben von der Polizeigewerkschaft meldete sich. Sie teilte mir mit, das die Polizeigewerkschaft sich nach einem Gespräch mit unserem Schirmherrn , Herrn Dr. Mertens, dafür entschieden hat, das unser Verein Stille Geburten die Erlöse vom Polizeifest Neuss erhalten sollten. 

Am 30.06.2019 fand dann unter blauem Himmel das traditionelle Sommerfest der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Neuss auf dem Gelände der Polizei Neuss statt.  Die Besucher erwartete eine Hundevorführung, die in diesem Jahr von der Rettungshundestaffel aus Krefeld und dem Zoll durchgeführt wurde. Die Feuerwehr fuhr den ganzen Tag Kinder und Eltern mit der Drehleiter in den Himmel. Die Tombola erfreute sich großer Beliebtheit und ein Römerzelt mit mittelalterlichen Spielen und Ausrüstungsgegenständen war ein Highlight für die Kinder. Neben weiteren zahlreichen Attraktionen wurde auch wieder für das leibliche Wohl gesorgt. Es gab Würstchen und Pommes, wie auch eine Kuchentheke mit großer Auswahl an Leckereien.

Im Rahmen des Festes stellten wir vom Verein “Stille Geburten e.V.” Uns auf der Bühne den Besuchern vor.

Aus dem Fest konnte ein Erlös in Höhe von 4000 € erzielt werden, den wir dann in einer Spendenübergabe am 23.8.19 überreicht bekommen haben.  Mit dem Erlös wir drei Familien bei der Bestückung der Grabstellen ihrer “Sternenkinder” unterstützen. Weiterhin soll auf einem Rommerskirchener Friedhof Sternenkinderfeld entstehen, das von allen betroffenen Familien aus dem Rhein-Kreis Neuss genutzt werden kann.

Ein herzlicher Dank geht hiermit auch Dr. Martin Mertens, Bürgermeister der Gemeinde Rommerskirchen, der den Verein empfohlen und den Kontakt zur Gewerkschaft der Polizei hergestellt hat.

Weiterhin bedanken wir uns bei Frau to Baben und der Polizeigewerkschaft ganz herzlich für diese große Spende!

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2018

Liebe Mitglieder des Vereins Stille Geburten, sehr geehrte Damen und Herren,

zur 2. Jahreshauptversammlung möchte Sie der Vorstand ganz herzlich einladen. Die Jahreshauptversammlung findet statt:

Freitag, den 21.09.2017, um 19:00 Uhr
im Restaurant Schlömer, Venloer Str. 86 in 41569 Rommerskirchen

Tagesordnungspunkte:

  1. 1.)  Begrüßung durch die Vorsitzende
  2. 2.)  Bericht des Vorstandes
  3. 3.)  Bericht des Kassierers
  4. 4.)  Bericht des Kassenprüfers
  5. 5.)  Entlastung des Vorstandes
  6. 6.)  Wahl des Vorstandes
  7. 7.)  Beschlussfassung über vorliegende Anträge
  8. 8.)  Verschiedenes

Anträge auf Ergänzungen der Tagesordnung müssen 3 Wochen vor der Versammlung schriftlich beim Vorstand eingereicht werden, damit der Vorstand sie noch auf die Tagesordnung setzen kann (§ 8 der Satzung).

Der Vorstand freut sich auf ein zahlreiches Erscheinen der Mitglieder.

Mit freundlichen Grüßen

Petra Friese

Erzählung vom Frühjahr 2018

Im Frühjahr 2018 bekam ich aus dem Kreißsaal einer Kölner Klinik einen Anruf von einer Hebamme. Sie schilderte mir den Fall einer jungen Frau, der in der 20. Schwangerschaftswoche die Fruchtblase gerissen war und es würde nicht feststehen, ob das Baby überlebt.

Der Frau wurde in Aussicht gestellt, falls sie es schafft in die 22. Schwangerschaftswoche zu kommen, in die Uni verlegt zu werden, wo dann lebenserhaltende Maßnahmen ergriffen werden könnten.

Doch die Aussichten standen sehr schlecht. Die Herztöne des Kindes waren schon enorm verlangsamt und das war ein schlechtes Zeichen.

Ich erklärte mich bereit sofort zu ihr zu kommen. Wir vereinbarten dann, dass ich erst in den Kreißsaal kommen sollte, wo ich dann von der Hebamme noch genau informiert werden sollte und sie mich dann anschließend zu der Mutter auf die Station brachte.

Hier kam meine Trosttasche zum Einsatz.

Es war wieder erstaunlich wie sehr diese Tasche den Einstieg in ein Gespräch erleichtert.
Die junge Mutter wollte diese Tasche in meiner Gegenwart auspacken und hat sich über diese Kleinigkeiten sehr gefreut. Als sie die Kerze sah, die in der Tasche war, fing sie fürchterlich an zu weinen. Ich versuchte sie zu trösten und dabei stellte sich heraus, dass sie der Meinung war ein völlig missgestaltetes Kind auf die Welt zu bringen, falls ihr Baby jetzt sterben würde.

Diesen Gedanken haben viele betroffene Mütter.

Ich habe sie beruhigt und ihr erklärt, es wäre schon wichtig, dass sie ihr Kind anschaut, damit diese Vorstellung nach der Geburt nicht ihr weiteres Leben beherrscht. Ich erklärte ihr, dass sie mit der Hebamme absprechen kann, dass sie das Kind nach der Geburt erst einmal beschreibt und es in ein Schlafsäckchen wickelt, was ich ihr gerne dalassen würde.

Dieser Gedanke hat sie beruhigt. Ich zeigte ihr die mitgebrachte Bekleidung für Sternenkinder, welche wir gerne stellen.

Sie bat mich, eins von den Säckchen behalten zu dürfen um es ihrem Teddy anzuziehen. Gerne hab ich ihr diesen Wunsch erfüllt.

Ein weiteres Thema war die Beerdigung. Ich erzählte ihr von dem neu angelegten Sternenkinderfeld auf einem Friedhof in Worringen. Man muss im Hinterkopf behalten, dass das Kind zu diesem Zeitpunkt noch lebt.

Wir haben noch lange über ihre Ängste gesprochen und ich hab ihr angeboten, dass sie mich jeder Zeit anrufen kann, um sie zu begleiten.

Am nächsten Tag kam von ihr eine SMS, dass ihr Baby gestorben ist und sie hat verschiedene Fragen bezüglich der Beerdigung gehabt. Diese Fragen habe ich entsprechend beantwortet.

(von Petra Friese)

Erzählung vom Januar 2018

Im Januar 2018 bekam ich einen Anruf einer jungen Frau. Diese erzählte mir, dass ihr Kind verstorben sei, sie fürchte sich vor einer Ausschabung und benötigt eine Hebamme.

Wir haben lange erzählt und ich habe ihr angeboten sie zu begleiten. Sie wollte sich eine Begleitung überlegen und bat um einen Rat, wo sie eine Hebamme herbekommt, die sie auf diesem Weg begleiten könnte, da sie keine Ausschabung haben wollte.

Ich hab Kontakt mit zwei Hebammen aufgenommen und ihnen den Fall der jungen Frau geschildert.

Leider habe ich nie erfahren, ob es zu einer Begleitung gekommen ist.

(von Petra Friese)

Erzählung vom Juni 2017

Im Juni 2017 erreichte mich ein Hilferuf aus einer Klinik in Düsseldorf. Eine Frau hat ein totes Baby im Bauch und sie benötigt Hilfe. Ich bot ihr an zu ihr zu kommen und machte ich mich wenige Stunden später auf den Weg in die Klinik.

Vom Team dieses Kreißsaales wurde ich erwartet und freundlich empfangen. Mir wurde mitgeteilt, dass die Frau schon mehrere Einleitungsversuche ohne Ergebnis und Wehen über sich ergehen lassen musste.

Das Baby war schon seit 4 Tagen tot in ihrem Bauch.

Als ich in den Kreißsaal kam, waren dort viele Menschen, es war ihre Familie, so dass ich den Eindruck bekam, diese Frau wird alles in allem gut getragen.
Das ist in einer solchen dramatischen Situation äußerst wichtig.

Nachdem ich mich bekannt gemacht hatte, übergab ich dem Paar erst einmal unsere Trosttasche.

Unsere  Trosttasche ist eine Tasche, die einige Sachen enthält, die die Eltern als Erinnerung und auch zum Trost geschenkt bekommen. Der Gedanke dahinter ist, auf der einen Seite eine Art Türöffner, auf der anderen Seite sehen wir es so, dass Eltern, die das Glück haben ein gesundes Baby zu bekommen, immer mit Präsenten und dem Baby aus der Klinik nach Hause gehen.
Kliniken haben Taschen mit diversen Inhalten, die sie von Firmen erhalten, zum Zweck der Werbung. Jedoch Sterneneltern gehen in der Regel ohne Baby und ohne Andenken nach Hause.

Damit sie auch eine gewisse Art der Zuwendung erhalten, bekommen sie diese Taschen.

Der Inhalt wechselt zwischendurch mal, je nachdem was wir für neue Ideen haben, um diese zu bestücken. In dieser Tasche befand sich eine Kerze, ein Schutzengelchen aus Ton, ein Tee, Blumensamen, ein Päckchen Taschentücher und ein paar Bonbons.

Wir haben uns angefangen zu unterhalten. Zuerst natürlich, was passiert ist. Dann ging das Thema auf die anstehende Beerdigung. Der werdende Vater kommt von einem anderen Kontinent und erschien mir sehr gläubig. Aus den Wünschen um eine Beerdigung wurde sehr schnell klar, dass dieses Paar seine Wünsche und Ängste bezüglich des Sterbens ihres Kindes und den Umgang mit dem Tod an sich nicht wirklich ausdrücken konnten. Sie redeten aneinander vorbei.

In einem langen Gespräch konnte ich diese Hürde aus dem Weg räumen, auch die Bedenken jeweils neu formulieren. Der Partner konnte es dann auch verstehen was genau gemeint war. Somit war der Weg für die Geburt geebnet. Kurz darauf kam die Geburt in Gang und ein wunderschönes Baby wurde geboren.

Das Paar hatte sich entschieden ihre Trosttasche erst zu öffnen, wenn sie alleine sind. Hinterher haben sie sich sehr bedankt und gesagt, dass der Inhalt sie sehr erfreut hat und sie damit eine Gedenkecke gestaltet hätten.

Nach der Totgeburt hatten wir noch öfters Kontakt und mittlerweile erwartet die Familie ihr zweites Kind.

(von Petra Friese)